Hier erfährst du alles Wissenswertes für dich...
Themen für alle Studierende & Referendare:
Die Anwartschaft: kleiner Beitrag große Wirkung!
1. Was macht eine Anwartschaft?
Eine Anwartschaft sorgt dafür, dass dein heutiger Gesundheitszustand eingefroren wird. Das bedeutet: Alles, was aktuell medizinisch bekannt ist, wird festgehalten und alles, was später passiert, ist für den Versicherungsabschluss irrelevant. In der Praxis heißt das: Egal ob später Allergien auftreten, Rückenprobleme entstehen oder du wegen scheinbar harmloser Beschwerden beim Arzt warst diese Dinge spielen bei der späteren Aufnahme in die private Krankenversicherung keine Rolle mehr. Warum das so wichtig ist, zeigt die Realität: Viele Studierende haben bereits kleine Einträge in ihrer Krankenakte, etwa wegen Allergien, Hautproblemen oder Verspannungen. Was harmlos klingt, kann später dazu führen, dass Versicherer Zuschläge verlangen, Leistungen ausschließen oder Anträge ganz ablehnen. Ohne Anwartschaft fällt das vielen erst dann auf die Füße, wenn es eigentlich schon zu spät ist.
Das Schöne ist: eine Anwartschaft kostet bei Lehramtsstudierenden meistens NUR 1€ PRO MONAT! Diesen Euro hat jeder im Monat!

2. Warum 99% der Lehrer*innen in die private Krankenversicherung wechseln?
Grundsätzlich ist die Entscheidung bundeslandabhängig, doch in den meisten Bundesländern gilt: Beamte erhalten keine volle Beihilfe in der gesetzlichen Krankenversicherung. Das bedeutet konkret: ‒ In der GKV müssen Lehrkräfte deutlich mehr Beitrag zahlen, oft mehr als das doppelte an Beitrag ‒ Die Leistungen sind in der Regel deutlich schlechter als in der PKV ‒ Kinder können später zu Top‒Konditionen privat versichert werden, da auch sie beihilfeberechtigt sind. Dazu kosten sie enorm wenig Beitrag (nur ca. 40€ bis 50€ monatlich)
Aus diesen Gründen ist der Wechsel in die PKV für die allermeisten Lehrkräfte langfristig die wirtschaftlich und qualitativ bessere Lösung.

3. Warum die richtige Wahl der Anwartschaft so entscheidend ist?
Mit einer Anwartschaft legst du dich dauerhaft auf eine Versicherungsgesellschaft fest. Der eingefrorene Gesundheitszustand gilt nur bei dieser Gesellschaft. Das hat eine wichtige Konsequenz: Später kannst du nur noch die Tarife dieser Gesellschaft wählen.
Wenn sich dein Gesundheitszustand verschlechtert hat, ist ein Wechsel zu einer anderen Gesellschaft praktisch ausgeschlossen. Oder anders gesagt: Mitgehangen, mitgefangen. Deshalb ist es enorm wichtig, die Anwartschaft nicht „irgendwo“ abzuschließen, sondern bei einer Gesellschaft, deren Qualität, Stabilität und Tarife auch in 30 oder 40 Jahren noch überzeugen.
Bedenke daher: die Wahl deiner privaten Krankenversicherung ist eine deiner wichtigsten Finanzentscheidungen in deinem Leben!

3. Welche Kriterien sollte man bei der Wahl der Anwartschaft beachten?
3.1 Qualität der Gesellschaft
3.1.1 Spezialisierung auf Beamte
Entscheidend ist die Spezialisierung auf Beamte und die Erfahrung im Beamtengeschäft. Gesellschaften, die seit Jahrzehnten Beamte versichern, haben in der Regel:
passende Tarifwerke ‒ Erfahrung mit Beihilfe ‒ stabile Prozesse Unerfahrene Anbieter sind hier klar im Nachteil oder haben in ihren Tarifen oft wichtige Leistungsmerkmale nicht enthalten.


3.1.2 Stabile Beiträge gute wirtschaftliche Bilanz ist ein Muss!
Die Beitragsstabilität hängt maßgeblich von folgenden Punkten ab: ‒ der Verzinsung der Rücklagen: je mehr Zinsen die Gesellschaft erwirtschaftet, desto weniger Beitrag muss sie auf Dauer von dir nehmen
der Qualität des Versichertenkollektivs: arbeitet die Gesellschaft bei der Gesundheitsprüfung sauber, so hat sie deutlich weniger Risiko im Versichertenstamm und die Kosten explodieren auf lange Dauer nicht

Langfristige Kalkulation der Beiträge: erfahrene Gesellschaften kalkulieren konservativer, dafür aber stabil. So entgehst du dem Risiko später deutliche Beitragserhöhungen zu erleben, weil die Gesellschaft falsch kalkuliert hat. Ein negatives Beispiel ist die Debeka, da bei der Debeka über Jahre hinweg viele gesundheitlich vorbelastete Versicherte aufgenommen wurden. Die Folge sind in den letzten Jahren massive Beitragssteigerungen. Wer dort eine Anwartschaft abgeschlossen hat und gesundheitlich nicht mehr wechseln kann, bleibt in der Regel dauerhaft in diesem System gefangen.
3.1.3 Der Kundenservice Zuverlässigkeit, wenn es schnell gehen muss!
Ein guter Tarif nützt dir sehr wenig, wenn:
Rechnungen langsam bearbeitet werden ‒ Leistungen unnötig abgelehnt werden ‒ man ständig nachtelefonieren muss Ein schneller, klarer und verlässlicher Kundenservice ist im Krankheitsfall Gold wert.

Kleiner Tipp: am einfachsten ist es, wenn die Gesellschaft sogar eine App hat. Dann kannst du Rechnungen bequem per App an die Gesellschaft übermitteln und wichtige Dokumente vollständig digital verwalten.
3.1.4 Qualtität der auswählbaren Tarife
Nur die Tarife der Gesellschaft, bei der du die Anwartschaft gemacht hast, stehen dir später auch zur Verfügung. Dies gilt auch für deine Kinder, die nach der Geburt ohne Gesundheitsprüfung aufgenommen werden können. Deshalb muss nicht nur die Anwartschaft, sondern vor allem die Tariflandschaft dahinter überzeugen. Eine Anwartschaft bringt dir nachher ziemlich wenig, wenn du nur schlechte Tarife zur Auswahl hast! Die konkreten Leistungskriterien schauen wir uns jetzt an...
3.2 Qualität der Tarife welche Leistungskriterien sollte man beachten?
3.2.1 Gebührenordnung für Ärzte und Zahnärzte (GOÄ/GOZ)
Wichtig ist, dass Leistungen über den 3,5‒fachen Satz der GOÄ/GOZ hinaus erstattet werden. Die Gebührenordnung für Ärzte und Zahnärzte ist ein langer Katalog in dem alle Behandlungsmaßnahmen stehen und was diese für Privatpatienten kosten.
Daher sollte vor allem im stationären Bereich und bei den Zähnen keine Begrenzung der GOÄ/GOZ enthalten sein, da dort potenziell die höchsten Kosten entstehen können. Denn: viele Spezialisten rechnen höher als den 3,5fachen Satz ab. Ist der Tarif hier gedeckelt, bleiben schnell hohe Eigenanteile übrig, gerade bei wichtigen Behandlungen.
3.2.1 Der Beihilfeergänzungstarif
Die Beihilfe deckt nicht alles ab besonders bei Zähnen entstehen oft erhebliche Lücken, da die Beihilfe dort nur wenig dieser Kosten übernimmt. Die Lösung: ein Beihilfe‒Ergänzungstarif übernimmt alle Kosten, die nach der Beihilfe übrig bleiben. Zusätzlich besteht inzwischen ein politisches Risiko: Angesichts der starken demographischen Probleme unserer Sozialversicherungssysteme wird aktuell immer wieder heiß über die Beamtenprivilegien diskutiert. Viele fordern heute schon, dass Beamte sich in Zukunft stärker an Gesundheitskosten beteiligen sollen und deshalb die Beihilfe gekürzt werden soll. Ein Beihilhe‒Ergänzungstarif übernimmt die Kosten, die in dem Fall entstehen würden. Daher ist dieser unverzichtbar in der heutigen Zeit!
3.2.2 Zweibettzimmer oder besser & Privatärztliche Behandlung
Mehrbettzimmer im Krankenhaus sind oft unangenehm und stressig. Ständig kommen Angehörige des Bettnachbarn rein oder der Fernseher läuft, obwohl man nach der schwerden OP einfach nur regenerieren möchte! Daher ist es enorm sinnvoll mindestens ein Zweitbettzimmer zu nehmen, denn einfach so aufstocken geht später nicht mehr, wenn gesundheitlich was passiert ist.
Noch wichtiger: Du solltest dir im Krankenhaus den Spezialisten selbst aussuchen können. Nicht jeder diensthabende Arzt ist gut oder erfahren in dem operativen Eingriff, den du gerade brauchst. Daher ist die Möglichkeit sich den Arzt selber auszusuchen im Ernstfall gold wert!
3.2.3 Freie Arztwahl, kein Primärarztprinzip
Ein Tarif ohne Primärarztprinzip erlaubt dir, direkt Fachärzte aufzusuchen, ohne vorher zwingend über einen Hausarzt gehen zu müssen. Mit Primärarztprinzip kann es passieren, dass Facharztbesuche nur eingeschränkt möglich sind oder zusätzliche Kosten entstehen.
Gerade bei zeitkritischen oder spezialisierten Behandlungen ist die freie Arztwahl ein großer Vorteil. Sie sorgt für schnellere Diagnosen, bessere Behandlung und weniger bürokratische Hürden.

3.2.4 Psychotherapie
Gerade im Lehrberuf ist die Psyche ein zentrales Thema. Psychologische Ursachen sind in dem Berufsbild der häufigste Grund warum Dienstunfähigkeit eintritt. Daher ist eine wichtige Leistung, dass in einer notwendige Psychotherapie keine Begrenzung der Sitzungsanzahl vorliegt und im Optimalfall zu 100 % die Kosten einer Therapie übernommen werden.
3.2.5 offener Hilfmittelkatalog
Ein offener Hilfsmittelkatalog bedeutet, dass nicht nur konkret aufgelistete Hilfsmittel erstattet werden, sondern alle medizinisch notwendigen Hilfsmittel. Das ist besonders wichtig, da sich medizinische Technik ständig weiterentwickelt und neue Hilfsmittel heute oft noch gar nicht existieren. Geschlossene Kataloge führen dazu, dass moderne oder spezielle Hilfsmittel nicht übernommen werden und hohe Eigenkosten entstehen. Ein offener Katalog bietet daher langfristige Sicherheit und Zukunftsfähigkeit des Tarifs.

4. Konsequenzen ohne Anwartschaft
4.1 Zahlen, Daten, Fakten zu den Annahmequoten
Wenn das bisher noch nicht gereicht hat, um die Bedeutung der Anwartschaft zu erkennen, dann lass uns einen Blick auf konkrete Zahlen, Daten und Fakten werfen. Aus unserer Beratungspraxis erleben wir seit Jahren, dass sich viele Lehramtsstudierende viel zu spät mit dem Thema Anwartschaft beschäftigen. Häufig ist selbst im Master der Gesundheitszustand bereits nicht mehr „sauber“, weil sich kleinere oder größere Einträge in der Krankenakte angesammelt haben. Wir haben daher die originalen Daten aus 6 Jahren Beratungsgesprächen ausgewertet und untersucht, wie die Annahmequoten nach der Gesundheitsprüfung tatsächlich aussehen. Annahmequoten bei Studierenden im Master
Nur 39 % erhalten eine normale Annahme und können sich die Tarife später frei auswählen. Bereits 34 % erhalten einen Risikozuschlag und müssen somit ihr ganzes Leben einen deutlich höheren Beitrag zahlen und sogar 27 % werden abgelehnt.
Das bedeutet: Mehr als jeder vierte Studierende kann zum Einstieg ins Referendariat keine reguläre private Krankenversicherung mehr abschließen und ist auf sogenannte Kontrahierungszwangstarife angewiesen. Diese sind deutlich teurer und leistungsschwächer. Welche finanziellen Folgen das über das gesamte Berufsleben hat, erklären wir gleich im nächsten Abschnitt.
Zum Vergleich schauen wir uns die Annahmequoten von Studierenden an, die sich bereits im Bachelor frühzeitig um eine Anwartschaft gekümmert haben.
Annahmequoten bei Studierenden im Bachelor
56 % erhalten eine normale Annahme und können sich die Tarife nachher frei auswählen. Etwa 28 % erhalten einen Risikozuschlag und zahlen mehr Beitrag und nur 16 % werden abgelehnt und müssen sich mit den Kontrahierungszwangstarifen zufrieden geben, sofern der Gesundheitszustand nicht besser wird.
Diese Zahlen zeigen klar: Frühes Handeln zahlt sich aus. Der geringe monatliche Beitrag für eine Anwartschaft oft sinnbildlich „ein Euro im Monat“ entscheidet darüber, ob du später freie Tarifwahl hast oder lebenslang deutlich mehr bezahlen musst. Wie schmerzhaft das finanziell sein kann, siehst du im nächsten Abschnitt... 4.2 Kontrahierungszwangstarife mehr Beitrag, weniger Leistung
Beamte haben grundsätzlich das Recht, in der privaten Krankenversicherung aufgenommen werden zu müssen. Dieses Recht greift über sogenannte Kontrahierungszwangstarife, wenn eine reguläre Aufnahme aufgrund des Gesundheitszustands nicht mehr möglich ist. Der entscheidende Nachteil: In diesen Tarifen besteht keine freie Tarifwahl mehr. Die Leistungen sind vorgegeben, meist deutlich schlechter als in hochwertigen Beamtentarifen, und zusätzlich wird in der Regel ein pauschaler Risikozuschlag von rund 30 % auf den Beitrag erhoben. Zwar sind diese Tarife häufig immer noch leistungsstärker als die gesetzliche Krankenversicherung, finanziell tun sie jedoch langfristig erheblich weh vor allem im Verhältnis zur gebotenen Leistung bei Toptarifen. Ein Rechenbeispiel aus der Praxis Nehmen wir eine Lehrkraft, die nach dem Referendariat auf Probe verbeamtet wird: Ein Top‒Tarif bei einer sehr guten Gesellschaft kostet ca. 350 pro Monat. Ein Kontrahierungszwangstarif realistisch ca. 450–500 pro Monat. Für unser Beispiel rechnen wir konservativ mit 450 monatlich für den Kontrahierungszwangstarif zur Erinnerung: bei schlechteren Leistungen als im Top‒Tarif. Das bedeutet: 100 Mehrbeitrag pro Monat, ein Leben lang! Was viele unterschätzen: Diese 100 sind nicht nur ein Mehrbeitrag es ist verlorenes Kapital. Was kostet das über ein ganzes Leben? Angenommen, diese 100 würden stattdessen 50 Jahre lang monatlich investiert, mit einer jährlichen Rendite von 5 %. Diese Rendite gilt als realistisch, wenn das Geld breit gestreut, weltweit über ETFs in Aktien investiert wird. Das Ergebnis: 👉 ca. 258.000 Kapitalverlust über das Leben hinweg. Und das nicht, weil man sich für bessere Leistungen entschieden hat sondern weil man für schlechtere Leistungen mehr bezahlen musste.
Die Dienstunfähigkeitsversicherung warum deine Beamtenansprüche nicht reichen werden!
Zur Einleitung dieses Themas möchte ich folgendes aus meiner langjährigen Beratungspraxis mitgeben:
Einer der größte Mythen bei Beamten ist: „Wenn ich verbeamtet bin, ist alles safe.“ Viele junge Beamte glauben, dass mit der Verbeamtung alle Risiken verschwinden. Ich selbst habe im Oktober 2017 im Studium meine Dienstunfähigkeitsversicherung abgeschlossen, da ich damals Mathe & Sport auf Lehramt studierte. Ehrlich gesagt, hatte ich damals nicht wirklich verstanden, welche Verantwortung langfristig für mein Leben dahintersteckt. Ich habe es einfach gemacht, weil ich meinen Berater sympathisch fand und dachte: „Ok, er meint es bestimmt schon gut mit mir.“ Zwei Monate später wollte ich die Versicherung wieder kündigen – zum Glück hat mich mein Berater davon abgehalten. Im Mai 2018 hatte ich dann zwei Bandscheibenvorfälle, die mein Mathe-Sportstudium auf Lehramt beendet haben. Seitdem kann ich nicht mehr auf demselben Level Sport treiben und würde bei einer Berufs- / Dienstunfähigkeitsversicherung oder Anwartschaft keine normale Annahme mehr bekommen. Ich bin bis heute meinem Berater sehr dankbar dafür! Tagtäglich erlebe ich in der Beratung, dass junge Menschen denken: „Ich bin jung und gesund, mir wird nichts passieren.“ Leider ist der Moment, in dem sich das ändert, häufig der Moment, in dem es zu spät ist, sich abzusichern.
1. Drei Punkte, warum du unbedingt eine Dienstunfähigkeitsversicherung haben solltest 1.1 Die Wahrscheinlichkeit dienstunfähig zu werden Lehrerinnen und Lehrer haben das höchste Risiko unter akademischen Berufen dienstunfähig zu werden. Die Gründe sind unterschiedlich: Hohe Stressfaktoren durch straffe vorgeschriebene Lehrpläne und hohe Leistungsanforderungen, wenig Einfluss auf das Umfeld in dem man arbeiten muss, unbelehrbare Eltern, nörgelnde Schüler und und und...
All diese Punkte wirken sich langfristig bei vielen Lehrkräften auf die Psyche aus, denn zwei Drittel aller Dienstunfähigkeitsfälle werden durch psychische Erkrankungen verursacht. Eine Grafik zur Wahrscheinlichkeit macht deutlich, wie hoch das Risiko ist und warum es ist enorm wichtig, eine Dienstunfähigkeitsversicherung zu haben. Wer sie nicht hat, wettet gegen das Risiko, selbst betroffen zu sein. Hier ein paar Fakten zur Wahrscheinlichkeit:
*Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/28002/umfrage/wahrscheinlichkeit-der-berufsunfaehigkeit-bis-zur-rente-mit-65/
Die Statistik zeigt die Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit bis zur Rente mit 65 nach Altersgruppen (jetziges Alter). Die Wahrscheinlichkeit bis zum Rentenbeginn mit 65 Jahren berufsunfähig zu werden, liegt für 20-jährige Männer bei 43 Prozent.
Ob es sinnvoll ist dagegen zu wetten? Bei einem existenziellen Risiko, keine gute Idee!
1.2 Die häufigsten Gründe für Dienstunfähigkeit
Ein weiterer Faktor sind die möglichen Ursachen, die zur Dienstunfähigkeit führen können. Man weiß nie, was im eigenen Körper schlummert, das später zur Dienstunfähigkeit führen könnte. Ich selbst war damals Leistungssportler, durchtrainiert, Volleyball gespielt, regelmäßig ins Fitnessstudio – und trotzdem führte ein simpler Unfall im Beachvolleyball zu dauerhaften Rückenproblemen.
Die Gründe für sind vielfältig, warum man im Laufe des Erwerbslebens nicht mehr arbeiten kann:
*QUELLE: https://morgenundmorgen.com/magazin/existenz/kennzahlen-rund-um-die-berufsunfaehigkeit-2023/
Viele dieser Erkrankungen kommen erst zum Vorschein, wenn du mitten im Leben stehst.
Praxisbeispiel: Eine Kundin hatte sich frühzeitig um Anwartschaft und Dienstunfähigkeitsversicherung gekümmert. Ein halbes Jahr später wurde bei ihr Diabetes diagnostiziert – dank frühzeitiger Absicherung ist sie abgesichert und sehr dankbar. 1.3 Deine Pensionsansprüche im Dienstunfähigkeitsfall werden nicht reichen! Hast du dich schon mal gefragt, wo du in zehn Jahren stehen willst?
🚘 Ein Schönes Auto? 🏡 Ein schönes Eigenheim? 👨‍👩‍👧 Die Familienplanung läuft im vollen Gange?
Ich bin inzwischen verheiratet, habe einen Sohn und kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ein ganz normaler Lebensstandard in der Situation schnell 3.500–4.000 € netto im Monat kostet und das ohne einen Cent für die Altersvorsorge gespart zu haben. Die Verantwortung für dein zukünftiges Leben hast du heute in der Hand. Ohne Dienstunfähigkeitsversicherung und bei gesundheitlichen Problemen würdest du später in einer extrem schwierigen Lage stecken. Also ist es schon heute dein Verantwortung sich darum zu kümmern. Heute hast du die Möglichkeit dazu. Wenn später etwas passiert ohne Absicherung, dann warst du die Person, die es heute zu verantworten hatte. Wichtig zu wissen: In den ersten fünf Jahren Verbeamtung (inkl. Referendariat) gibt es keine Pensionsansprüche, außer bei Unfällen im Dienst, was äußerst selten vorkommt. Danach steigen die Pensionsansprüche nur sehr langsam an. Die Höhe der Pensionsansprüche ist abhängig von den gesammelten Dienstjahren und viele vergessen dabei, dass bei einer Teilzeitstelle die Anerkennung der Dienstjahre auch nur anteilig stattfindet (z.B. 80 % der Dienstjahre bei 80 % Arbeitszeit).
Die folgende Grafik zeigt gut auf, wie langsam die Pensionsansprüche im Dienstunfähigkeitsfall steigen und warum eine Absicherung wichtig ist:
Die gründe Linie ist das Nettogehalt eines Beamten mit der Stufe A13. Die roten Balken zeigen den netto Pensionsanspruch. Wichtig dabei ist zu beachten, dass hiervon im Dienstunfähigkeitsfall noch ca. 300€ pro Monat für die private Krankenversicherung abgezogen werden müssen!
Im Dienstunfähigkeitsfall in den ersten 20 Jahren haben die meisten Beamten oft nur das Mindestpensionsniveau (nach PKV Beiträgen nur ca. 1.400–1.500 € netto) zur Verfügung, was meistens nicht ausreicht um den Lebensstandard, das Auto, die Immobilie oder die Familie gänzlich zu finanzieren. Die Dienstunfähigkeitsversicherung schließt diese Lücke zwischen Einkommen und Pensionsansprüchen und sichert deinen Lebensstandard.
2. Warum du dich so früh wie möglich um deine DU kümmern solltest! Viele Studierende gehen beim Thema Dienstungfähigkeitsabsicherung davon aus, dass sie selbst entscheiden, ob und wann sie eine Dienstunfähigkeitsversicherung abschließen können. Die Realität sieht jedoch anders aus. Merke dir: Am Ende entscheidet immer der Versicherer, ob er dich versichern möchte – und wenn ja, zu welchen Konditionen. Genau deshalb ist es enorm wichtig, sich frühzeitig mit diesem Thema zu beschäftigen. Solange du jung und gesund bist, hast du noch echte Wahlfreiheit. Wartest du zu lange, entscheidet häufig nicht mehr dein Wunsch, sondern deine Krankenakte. Die folgenden drei Punkte zeigen, warum frühes Handeln so entscheidend ist. 1. Die Gesundheitsprüfung der wichtigste Faktor Der zentrale Prüfpunkt jeder Dienstunfähigkeitsversicherung ist die Gesundheitsprüfung. Hier entscheidet sich, ob und wie du überhaupt versichert wirst. Grundsätzlich gibt es vier mögliche Ergebnisse:
1. Normale Annahme – der Optimalfall Du wirst ohne Einschränkungen angenommen:
- voller Versicherungsschutz - keine Leistungsausschlüsse - kein Beitragszuschlag Das ist der Idealfall – und genau dieser ist deutlich wahrscheinlicher, solange man jung und gesund ist. 2. Annahme mit Leistungsausschluss Bestimmte Erkrankungen oder Diagnosen werden vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Beispiel: - Eine Knieerkrankung wird ausgeschlossen - Alle Fälle, die aus dieser Erkrankung heraus zur Dienstunfähigkeit führen, sind nicht versichert
Der Vertrag besteht zwar, aber je nach Ausschluss mit teils erheblichen Lücken. 3. Annahme mit Risikozuschlag Hier verlangt der Versicherer einen höheren Beitrag: - Du zahlst deutlich mehr als ursprünglich kalkuliert - Die bestehende Vorerkrankung ist trotzdem voll mitversichert - Führt sie zur Dienstunfähigkeit, besteht Leistungsanspruch Das ist oft besser als ein Ausschluss, aber langfristig deutlich teurer. 4. Ablehnung In manchen Fällen kommt es gar nicht erst zu einem Vertrag. Typische Gründe: - zu viele Vorerkrankungen in Summe - gravierende Diagnosen, z. B. Psychotherapie, schwere chronische Erkrankungen Eine Ablehnung bleibt häufig dauerhaft in der Akte – und erschwert spätere Abschlüsse erheblich.
Auch bei diesem Gesundheitsthema haben wir über die letzten 6 Jahre ausgewertet wie das Gesundheitsvotum bei Studierenden Ende des Master aussehen:
Obwohl es sich um Junge Menschen, die in der Regel ca. 25 bis maximal 30 Jahre alt sind, bekommen weniger als die Häfte eine normale Annahme!
Fazit: Je früher du dich absicherst, desto höher ist die Chance auf eine normale Annahme zu guten Konditionen
2. Eintrittsalter und Beitrag früher sparen, langfristig profitieren Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Eintrittsalter. Grundsätzlich gilt: je jünger du beim Abschluss bist, desto günstiger ist der Beitrag. In der Praxis bedeutet das: pro Jahr früherer Abschluss spart man meist 1–2 € Beitrag im Monat . Klingt erstmal wenig – summiert sich aber über die Jahre auf. Über die gesamte Laufzeit können so mehrere Tausend Euro eingespart werden. Natürlich ist der Beitrag allein nicht der entscheidende Faktor – aber wie im echten Leben gilt auch hier: Kleinvieh macht Mist! Wer früh dran ist, sichert sich dauerhaft niedrigere Beiträge und zahlt am Ende deutlich weniger für den gleichen Versicherungsschutz.
3. Die Berufsgruppe Studierendenvorteile langfristig sichern! Versicherer kalkulieren ihre Beiträge auch nach der Berufsgruppe. Diese spiegelt wider, wie risikoreich ein Beruf eingeschätzt wird:
In der Berufsgruppe 1 sind in der Regel Akademiker, Studierende. Sie hat die günstigsten Beiträge. Besonderheit bei Lehramtsstudierenden: Lehramtsstudierende zählen leider meist nicht zur besten Berufsgruppe, da der spätere Beruf als psychisch stark belastet gilt.
Die gute Nachricht: Viele Versicherer stufen Studierende dennoch günstig ein – häufig in eine 2+ oder sogar 1- ! Das Schöne daran ist: Einmal gesichert, bleibt diese Berufsgruppe ein Leben lang bestehen, egal in welchem Job man später landet. In der Berufsgruppe 4–5 werden überwiegend handwerkliche Berufe eingeordnet, da dort ein hohes körperliches Risiko besteht. Dies für entsprechend zu deutlich höheren Beiträgen. Gerade deshalb lohnt es sich besonders, bereits im Studium eine Dienstunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Die frühe Einstufung kann über Jahrzehnte hinweg enorme Beitragseinsparungen bringen.
Fazit: Entscheide früh, solange du es noch kannst! Bei der Dienstunfähigkeitsversicherung geht es nicht nur um Absicherung – sondern um Zugang. - Die Gesundheitsprüfung entscheidet über Annahme, Ausschluss oder Ablehnung - Das Eintrittsalter beeinflusst deine Beiträge dauerhaft - Die Berufsgruppe kann über viele tausend Euro Unterschied entscheiden Wer früh handelt, sichert sich Wahlfreiheit, bessere Konditionen und langfristige finanzielle Vorteile. Wer wartet, überlässt die Entscheidung oft unfreiwillig dem Versicherer. Deshalb gilt: Je früher du dich kümmerst, desto besser stehen deine Chancen – heute und für deine gesamte Laufbahn.
Ein weiterer Vorteil: du kannst dich frei für einen Tarif mit guter Leistung entscheiden. Im nächsten Abschnitt betrachten wir die wichtigsten Leistungskriterien, die deine DU haben sollte...
3. Die wichtigsten Leistungskriterien einer Dienstunfähigkeitsversicherung Eine Dienstunfähigkeitsversicherung (DU) ist für Beamte, Anwärter und angehende Beamte eine der wichtigsten Absicherungen überhaupt. Doch nicht jeder Vertrag bietet automatisch einen guten Schutz. Neben dem Beitrag sind vor allem die Leistungskriterien entscheidend – denn sie bestimmen, ob und wie zuverlässig die Versicherung im Ernstfall zahlt. Im Folgenden zeigen wir die vier wichtigsten Merkmale, auf die du bei einer guten Dienstunfähigkeitsversicherung unbedingt achten solltest: 1. Die DU‒Klausel das Herzstück der Absicherung Der wichtigste Bestandteil jeder Dienstunfähigkeitsversicherung ist die DU-Klausel. Sie regelt, unter welchen Voraussetzungen der Versicherer leisten muss. Wo liegt der Unterschied zwischen einer DU-Klausel und einer BU-Klausel? Eine klassische Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) prüft, ob du deinen zuletzt ausgeübten Beruf zu mindestens 50 % dauerhaft nicht mehr ausüben kannst. Der Versicherer entscheidet dabei eigenständig anhand medizinischer Gutachten. Bei Beamten sieht die Situation jedoch anders aus: hier entscheidet der Dienstherr, ob eine Dienstunfähigkeit vorliegt. - BU-Klausel: Der Versicherer prüft selbst, unabhängig von der Entscheidung des Dienstherrn. - DU-Klausel: Die Entscheidung des Dienstherrn wird berücksichtigt – je nach Ausgestaltung mehr oder weniger stark. Warum eine echte DU-Klausel so wichtig ist: Nur eine echte DU-Klausel stellt sicher, dass der Versicherer die Feststellung der Dienstunfähigkeit durch den Dienstherrn uneingeschränkt anerkennt. Das bedeutet: - Wird der Beamte wegen Dienstunfähigkeit entlassen oder in den Ruhestand versetzt, - dann muss der Versicherer leisten – ohne zusätzliche eigene Prüfung. Bei sogenannten unechten DU-Klauseln kann der Versicherer trotz Dienstunfähigkeit die Leistung verweigern, weil er eigene Kriterien anlegt. Fazit: Eine echte DU-Klausel ist kein „Nice-to-have“, sondern eine zwingende Voraussetzung für eine verlässliche Absicherung. 2. Verzicht auf abstrakte Verweisung entscheidend für die Leistung Ein weiteres zentrales Kriterium ist der Verzicht auf die abstrakte Verweisung. Was bedeutet das konkret? Ohne diesen Verzicht könnte der Versicherer argumentieren, dass du trotz gesundheitlicher Einschränkungen theoretisch noch einen anderen Beruf ausüben könntest – auch wenn du diesen Job nie ausgeübt hast und er realistisch kaum erreichbar ist. Die Folge: du wärst zwar dienstunfähig, würdest aber keine Leistung aus der Versicherung erhalten. Ein guter DU-Vertrag verzichtet vollständig auf diese abstrakte Verweisung. Das heißt: der Versicherer darf dich nicht auf eine andere Tätigkeit verweisen, sondern beurteilt ausschließlich deine tatsächliche berufliche Situation. Gerade für Beamte ist dieser Punkt essenziell, da die Wahrscheinlichkeit, auf andere theoretische Tätigkeiten verwiesen zu werden, sonst sehr hoch ist. 3. Eine starke Nachversicherungsgarantie Flexibilität für dein Leben Der Absicherungsbedarf bleibt nicht ein Leben lang gleich. Mit steigendem Einkommen und wachsender Verantwortung steigt auch der finanzielle Bedarf. Genau hier greift die Nachversicherungsgarantie. Sie ermöglicht es dir, die Höhe deiner DU-Rente ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen – und das bei bestimmten Ereignissen im Leben, zum Beispiel: - Verbeamtung auf Widerruf (z. B. Referendariat) - Verbeamtung auf Probe - Verbeamtung auf Lebenszeit - Heirat - Geburt eines Kindes - Finanzierung oder Kauf einer Immobilie Wichtig ist dabei: - große Erhöhungsschritte (keine Mini-Anpassungen) - keine erneute Gesundheitsprüfung - langfristige Nutzbarkeit der Option Da sich mit diesen Ereignissen auch der finanzielle Absicherungsbedarf deutlich erhöht, ist eine gute Nachversicherungsgarantie ein absoluter Schlüsselbaustein. 4. Garantierte Rentensteigerung Schutz vor Inflation Ein häufig unterschätzter, aber enorm wichtiger Punkt ist die garantierte Rentensteigerung im Leistungsfall. Ohne diese Steigerung bleibt die ausgezahlte DU-Rente über Jahre hinweg gleich hoch. Durch Inflation und steigende Lebenshaltungskosten verliert sie jedoch kontinuierlich an Kaufkraft. Die Folgen: Der Lebensstandard sinkt, laufende Kosten werden schwieriger zu decken und eine langfristige finanzielle Planung wird unmöglich. Eine garantierte Rentensteigerung sorgt dafür, dass die DU-Rente im Leistungsfall regelmäßig ansteigt, die Kaufkraft erhalten bleibt und dein Lebensstandard auch langfristig abgesichert ist. Gerade bei jungen Beamten, bei denen ein Leistungsfall über Jahrzehnte dauern kann, ist dieser Punkt ein absolutes Muss.
Fazit Gute Bedingungen entscheiden über echte Sicherheit. Eine Dienstunfähigkeitsversicherung ist nur so gut wie ihre Bedingungen. Wer hier ausschließlich auf den Beitrag schaut, riskiert im Ernstfall böse Überraschungen.
Die Diensthaftpflichtversicherung (DHV) sorgenfrei im Schadensfall
1. Was ist eine Diensthaftpflichtversicherung und warum sie ein ABSOLUTES MUSS ist!
Eine Diensthaftpflichtversicherung schützt dich, wenn du im Rahmen deiner dienstlichen Tätigkeit einen Schaden verursachst denn im Schulalltag lauern viele Gefahren. Einmal nicht aufgepasst und...
... der Schüler verletzt sich, weil du deiner Aufsichtspflicht nicht nachgekommen bist.
... das Ipad der Schule fällt dir runter und ist kaputt gegangen.
... du hast den Schlüsselbund verloren.
Grundsätzlich gilt, dass dein Dienstherr dich auch in Regress nehmen kann, also verlangen kann, dass du den Schaden zahlst. Da eine Privathaftpflichtversicherung (PHV) keine Schäden aus deiner dienstlichen Tätigkeit abdeckt, brauchst du eine separate Diensthaftpflicht. Diese übernimmt den Schaden, sodass du auf den Kosten nicht sitzen bleibst.
Hast du die Diensthaftpflichtversicherung nicht, dann droht dir im schlimmsten Fall ein lebenslanger finanzieller Schaden, den du dann mit deinem Einkommen abstottern musst.
Das lässt sich vermeiden, denn bei guten Gesellschaften kannst du in deiner privaten Haftpflichtversicherung eine gute Diensthaftpflichtversicherung integrieren und das für einen Mehrbeitrag von nur ca. 10€ pro Jahr.
2. Ab wann braucht man eine DHV?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht entscheidend sind deine Tätigkeit und dein Status, nicht nur dein Studiengang.
Typische Fälle sind: 1) Schulpraktikum & Praxissemester Sobald du eigenständig unterrichtest, Aufsicht führst oder Verantwortung übernimmst, besteht ein reales Haftungsrisiko. Viele Hochschulen empfehlen hier ausdrücklich eine Diensthaftpflicht. Auch im Praktikum oder Praxissemester reicht ein "kleiner" Moment für signifikante Konsequenzen...
2) Vertretungsunterricht oder Lehrauftrag Wenn du während des Studiums als Vertretungslehrkraft arbeitest (auch stundenweise oder befristet), bist du nicht automatisch über das Land abgesichert. In diesem Fall ist eine Diensthaftpflicht dringend notwendig.
3) Als Lehrkraft angestellt und verbeamtet Sobald du vergütet an einer Schule arbeitest (z. B. als pädagogische Hilfskraft, Schulbegleitung mit Unterrichtsbezug oder im Rahmen eines Angestelltenvertrags), haftest du unter Umständen persönlich.
3. Die wichtigsten Leistungskriterien einer guten DHV
In diesem Abschnitt möchten wir dir einen Überblick über die wichtigsten Leistungsmerkmale einer guten DHV geben:
1. Einschluss von Personen‒, Sach‒ und Vermögensschäden
Ein absolutes Pflichtkriterium ist, dass alle der 3 folgenden Bereiche enthalten sind:

Personenschäden: Verletzung von Schülern (Sportunterricht, Ausflug, Pausenaufsicht) ‒ Sachschäden: Beschädigung von Schuleigentum oder fremdem Eigentum ‒ Vermögensschäden: Reine finanzielle Schäden ohne vorherigen Personen‒ oder Sachschaden z. B. fehlerhafte Notenvergabe, falsche Leistungsbewertung, Fristversäumnisse
⚠️ Achtung: Viele Billigtarife decken Vermögensschäden nur sehr eingeschränkt ab. 2. Schlüsselverlust dienstlich und privat Ein sehr wichtiger Punkt, der immer mit drin sein sollte ist der Schlüsselverlust. Dabei sollte sauber geregelt sein, dass entweder alle Arten von Schlüsseln abgedeckt sind oder die Arten von Schulschlüsseln, Generalschlüsseln und Schließanlagen explizit mitversichert sind.
Kleiner Tipp: in Toptarifen ist in einer guten Privat‒ & Diensthaftpflichtversicherung der Schlüsselverlust für alles im privaten und beruflichen Bereich abgedeckt. So kannst du dir extra Beiträge für eine separate Schlüsselversicherung sparen! Als Deckungssumme sollten mindestens 50.000–100.000 versichert sein. Im Optimalfall in unbegrenzter Höhe bis zur Versicherungssumme des gesamten Tarifs (meistens 50 oder 100 Mio €). 3. Aufsichtspflichtverletzung Eines der häufigsten Schadenbilder und gleichzeitig mit das größte Risiko welches nachträglich am meisten Streitigkeiten mit sich ziehen kann.
Versichert sein sollte eine fahrlässige Aufsichtspflichtverletzung und in diesem Rahmen sowohl leichte und grobe Fahrlässigkeit. Der Schutz sollte für die folgenden Bereiche gelten:

Unterricht ‒ Pausen ‒ Wandertage ‒ Klassenfahrten ‒ Schul‒AGs Wichtig: Auch dann, wenn kein direkter Schuldnachweis vorliegt. 4. Dienstliche Tätigkeiten ausdrücklich mitversichert Die dienstlichen Tätigkeiten sollten im Bedingungswerk klar benannt sein, damit im Schadensfall keine Unklarheiten aufkommen können durch die es zu Streitigkeiten kommen könnte:
Unterricht & Schulveranstaltungen ‒ Klassenfahrten / Exkursionen ‒ Vertretungsunterricht ‒ Prüfungen & Korrekturen ‒ Digitale Lehre (z. B. Online‒Unterricht, Lernplattformen)
Fehlt die explizite Nennung, drohen Auslegungslücken im Schadenfall. 5. Deckung auch bei grober Fahrlässigkeit Bei schlechten Tarifen haften Lehrer persönlich bei grober Fahrlässigkeit. Daher ist es ratsam einen guten Tarif zu wählen, der folgende Punkte enthält:
- kein Einwand der groben Fahrlässigkeit - keine Kürzung der Leistung 6. Hohe Deckungssummen Unsere Empfehlung aus der Praxis zur höhe der Versicherungssumme: ‒ Personen‒ & Sachschäden: mind. 10 Mio. pauschal, besser 20–50 Mio. € ‒ Vermögensschäden: mind. 1–3 Mio. € Vor allem bei Personenschäden können lebenslange Rentenzahlungen auslösen, die finanziell den Ruin bedeuten können! 7. Rechtsschutzfunktion „passiver Rechtsschutz“ Oft unterschätzt, aber extrem wichtig: der passive Rechtsschutz. Das bedeutet, dass unberechtigte Ansprüche, die jemand zu unrecht gegen dich stellt auch zur Not über den Rechtsweg verteidigt werden. Das gute daran: durch den passiven Rechtsschutz übernimmt im Zweifelsfall deine Haftpflichtversicherung die Gerichts‒ und Anwaltskosten, um den Schadensanspruch vor Gericht abzuwehren.
Dieser Punkt ist vor allem bei Elternklagen essenziell, wenn Eltern aus blinder Überzeugung in ihr Kind meinen, dass sie im Recht sind. Ein Fall, der nicht das erste Mal vorkommen würde...
Themen für Studierende Ende des Masters & Referendare:
Vermögenswirksame Leistungen (VL) wie du sie für deine Zukunft sinnvoll nutzt
Was sind Vermögenswirksame Leistungen?
Vermögenswirksame Leistungen (VL) ist zusätzlich geschenktes Geld, die du zusätzlich zu deinen Bezügen aus dem öffentlichen Dienst erhältst – speziell gedacht für deinen Vermögensaufbau. Auch als Referendar*in oder verbeamtete Lehrkraft hast du einen Anspruch drauf. Du bekommst 6,65€ monatlich geschenkt, muss das Geld allerdings für einen gezielten Zweck für den Vermögensaufbau verwenden und kannst es dir nicht einfach so frei auszahlen lassen.
Wie funktioniert die VL für Beamte? Um die VL in Apsruch zu nehmen, musst die VL direkt in einen Sparvertrag fließen lassen. Die Höhe ist gesetzlich festgelegt und liegt bei "nur" 6,65€ monatlich – über die Jahre summiert sich das aber, ganz nach dem Motto: "Kleinvieh macht auch Mist!"
Für VL gibt es zwei klassische Möglichkeiten, die du zur Auswahl hast, um die VL zu investieren: ein Bausparvertrag oder ein Depotsparplan. Beide haben ihre Vorteile – je nachdem, was du langfristig planst.
1) VL-Bausparvertrag: Sicherheit und Wohnträume 🛡️🏡 Ein VL-Bausparvertrag ist die sichere Variante. Ein Bausparvertrag ist ein Vertrag, bei dem du zuerst über mehrere Jahre Geld ansparst und dir damit das Recht auf ein späteres zinsgünstiges Darlehen sicherst. Er besteht aus einer Ansparphase und einer Darlehensphase, wobei beides von Anfang an fest geregelt ist. Sinnvoll kann er sein, wenn man Planungssicherheit für zukünftige Bau- oder Immobilienvorhaben möchte. Unflexibel und oft ineffizient wird er jedoch, wenn kein konkretes Bau- oder Finanzierungsziel besteht. Wenn du also auf Planbarkeit und Sicherheit setzt und vielleicht später selbst Wohneigentum anstrebst, ist der Bausparvertrag ideal.
2) VL-Depotsparplan: Chancenorientiert anlegen 📈🚀 Eine Alternative ist ein VL-Depot, bei dem dein Geld in Fonds oder ETFs investiert wird. Hier setzt du nicht nur auf Sparen, sondern auf langfristige Vermögenssteigerung. Der Vorteil: Du profitierst vom Zinseszinseffekt und den Renditechancen des Kapitalmarkts – perfekt. Nach ein paar Jahren kannst du das Geld dann auszahlen lassen und für einen Verwendungszweck deiner Wahl nutzen. Allgemeines Ob Bausparvertrag oder Depot die bessere Wahl ist, hängt von deinen Zielen ab. Willst du maximale Sicherheit und hast Wohnträume oder willst du in Form eines flexiblen Sparplans ein wenig Vermögen für die freie Verwendung ansparen. Wichtig ist dabei zu beachten: es gibt immer eine 7-jährige Sperrfrist: das heißt, dass du das Geld erst nach 7 Jahren verwenden kannst. Dies gilt sowohl beim Bausparvertrag als auch einem Depotsparplan.
Wenn du dir unsicher bist, was zu dir besser passt, dann komm gerne auf uns zu. Wir helfen dir gerne in einem kurzen persönlichen Gespräch weiter und klären deinen Bedarf mit dir ab.
Unfallversicherung klein aber fein...
Unfälle gehören zu den häufigsten Ursachen für dauerhafte gesundheitliche Einschränkungen und genau hier liegt ein oft unterschätztes Risiko für angehende Lehrkräfte. Die private Unfallversicherung schließt entscheidende Lücken, die weder die gesetzliche Unfallversicherung noch andere Absicherungen abdecken. Gute Absicherungen mit einer ausreichenden Absicherungshöhe kriegt man i m Studium für bereits 3 bis 4 Euro pro Monat.
Warum eine Unfallversicherung für angehende Lehrkräfte sinnvoll ist
Die gesetzliche Unfallversicherung greift nur bei Unfällen im direkten dienstlichen Zusammenhang also etwa während des Unterrichts oder bei offiziellen Schulveranstaltungen. Nicht abgesichert sind: ‒ Unfälle in der Freizeit ‒ Unfälle im Haushalt ‒ viele Sport‒ und Alltagsrisiken ‒ in vielen Fällen der Weg zur Arbeit oder zur Hochschule Die private Unfallversicherung leistet unabhängig davon, wo und wann der Unfall passiert. Entscheidend ist nicht der Ort, sondern die dauerhafte gesundheitliche Folge. Gerade im Lehrberuf ist das relevant, weil: ‒ körperliche und geistige Belastbarkeit zentrale Voraussetzungen für die Berufsausübung sind ‒ schon leichte dauerhafte Einschränkungen (z. B. an Händen, Knien, Rücken) den Berufsalltag erheblich erschweren können ‒ langfristige gesundheitliche Folgen oft finanzielle Mehrkosten nach sich ziehen (Umbauten, Therapien, Einkommenslücken)
Warum sich der Abschluss bereits im Studium oder spätestens im Referendariat lohnt Eine Unfallversicherung sollte nicht erst dann abgeschlossen werden, wenn ein Risiko offensichtlich wird. Zwei Gründe sprechen für einen frühen Abschluss: 1. Günstige Beiträge und bessere Annahmebedingungen In jungen Jahren und ohne Vorerkrankungen sind Unfallversicherungen deutlich günstiger und unkomplizierter abschließbar. 2. Zunehmende Verantwortung im Referendariat Spätestens im Referendariat steigt das Risiko: eigenständiger Unterricht, Aufsichtspflichten, Sportangebote, Exkursionen und Schulveranstaltungen gehören zum Alltag bei gleichzeitig fehlender Rundum‒Absicherung durch den Staat. Wichtige Leistungsmerkmale einer guten Unfallversicherung für Lehrkräfte Damit du nicht nur irgendeine Unfallversicherung hast, sondern eine gute Absicherung, solltest du folgende Leistungskriterien berücksichtigen:
1. Ausreichend hohe Invaliditätsleistung: Die Versicherung sollte eine hohe Grundsumme bieten, damit auch bei Teilinvalidität (z. B. 20–40 %) spürbare Leistungen fließen.
2. Progressive Leistung (Progression): Eine gute Unfallversicherung zahlt bei schweren Invaliditäten überproportional mehr. Progressionen von 300 % bis 500 % sind sinnvoll, um existenzielle Folgen abzufedern.
3. Erweitere Unfalldefinition: Empfehlenswert sind Tarife, die auch folgende Aspekte absichern: ‒ Unfälle durch Eigenbewegung ‒ Unfälle im Haushalt ‒ sowie bestimmte plötzliche Gesundheitsschäden (je nach Tarif) 4. Rund‒um‒die‒Uhr‒ und weltweiter Schutz: Der Schutz sollte 24/7 gelten unabhängig davon, ob du: ‒ unterrichtest ‒ unterwegs bist ‒ Sport treibst ‒ oder dich in der Freizeit verletzt. 5. Mitversicherung schulischer Aktivitäten Sport‒AGs, Exkursionen, Klassenfahrten oder Projekttage sollten uneingeschränkt mitversichert sein auch im Ausland. 6. Lange Fristen zur Geltendmachung der Leistung: Gute Tarife geben die eine Frist von 24 Monaten sowohl für den Eintritt der Invalidität, als auch für das Einreichen der Leistung. Konkrete Beispiele aus dem Lehreralltag: • Sportunterricht oder AG: Sturz in der Sporthalle dauerhafte Knieverletzung mit Einschränkungen • Exkursion oder Klassenfahrt: Unfall auf dem Schulweg oder bei Freizeitaktivitäten langfristige Bewegungseinschränkung • Alltag & Freizeit: Fahrrad‒ oder Haushaltsunfall bleibende Beeinträchtigung der Hand oder Wirbelsäule In all diesen Fällen leistet die private Unfallversicherung, selbst wenn kein dienstlicher Unfall vorliegt.
Fazit
Die private Unfallversicherung ist für Lehramtsstudierende und Lehramtsanwärter kein Luxus, sondern eine sinnvolle Basisabsicherung. Sie schützt vor finanziellen Folgen dauerhafter Unfallfolgen unabhängig vom Dienststatus. Je früher der Abschluss, desto günstiger und umfassender der Schutz. Spätestens mit Beginn des Referendariats sollte eine private Unfallversicherung fest zur persönlichen Absicherung gehören.
Rechtsschutz das Recht, das dir zusteht!
Mit dem Einstieg ins Referendariat ändert sich die Rolle grundlegend: Du trägst Verantwortung für Unterricht, Aufsicht und Leistungsbewertung – gleichzeitig befindest du dich noch in der Ausbildung. Rechtliche Konflikte können in dieser Phase schnell entstehen und teuer werden. Eine Privat- und Berufsrechtsschutzversicherung schützt dich davor, diese Kosten selbst tragen zu müssen. Was ist eine Rechtsschutzversicherung und wofür ist sie da? Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten für rechtliche Auseinandersetzungen, darunter: - Anwaltskosten - Gerichtskosten - Kosten für Gutachten und Sachverständige Zusätzlich prüft sie, ob ein rechtliches Vorgehen sinnvoll und erfolgversprechend ist. Du kannst dein Recht durchsetzen oder dich verteidigen, ohne ein finanzielles Risiko einzugehen. Warum Rechtsschutz gerade im Referendariat relevant ist Im Referendariat bist du erstmals rechtlich angreifbar, hast aber noch keine Routine im Umgang mit Konflikten. Gleichzeitig können Entscheidungen im Referendariat direkte Auswirkungen auf deine berufliche Zukunft haben (z. B. Abschluss, Übernahme, Versetzung). Typische Risiken im Referendariat: - Beschwerden von Eltern gegen Noten oder pädagogische Maßnahmen - Konflikte mit der Schulleitung über Unterricht, Beurteilungen oder Dienstpflichten - dienstrechtliche Auseinandersetzungen mit dem Bundesland (Prüfungen, Bewertungen, Verlängerungen) - Streitigkeiten bei Aufsichtspflichten, Klassenfahrten oder Schulveranstaltungen Privat‒ vs. Berufsrechtsschutz kurz erklärt Privatrechtsschutz: Deckt rechtliche Konflikte außerhalb des Berufs ab, z. B.: - Mietrecht (Kaution, Mängel, Kündigung) - Vertragsstreitigkeiten - Nachbarschaftskonflikte - Verkehrsrecht Berufsrechtsschutz (für Lehrkräfte): Deckt Streitigkeiten aus dem schulischen und dienstlichen Umfeld, insbesondere: - Konflikte mit Eltern oder Schüler*innen - Auseinandersetzungen mit der Schulleitung - dienstrechtliche Verfahren mit dem Bundesland - Prüfungs- und Beurteilungsverfahren im Referendariat Für Lehrkräfte ist der Berufsrechtsschutz der entscheidende Baustein, der bei rechtlichen Streitigkeiten im Schulalltag den Rücken frei hält. Die wichtigsten Leistungsmerkmale einer guten Rechtsschutzversicherung 1. Einschluss des Berufs- und Dienstrechtsschutzes Der Tarif muss explizit Konflikte im Schul- und Dienstumfeld abdecken – inklusive Verfahren gegen Behörden des Bundeslandes. 2. Mitversicherung von Prüfungs- und Beurteilungsverfahren Besonders im Referendariat essenziell: Schutz bei Streitigkeiten rund um Prüfungen, Beurteilungen, Verlängerungen oder Nichtübernahmen. 3. Keine oder kurze Wartezeiten Idealerweise gilt der Schutz sofort oder nach maximal 3 Monaten – lange Wartezeiten sind für Referendar*innen ungeeignet. 4. Ausreichende Deckungssummen Empfehlenswert sind mindestens 300.000 €, besser unbegrenzt, da Gerichts- und Anwaltskosten schnell steigen können. 5. Kombination aus Privat- und Berufsrechtsschutz Ein Kombitarif ist meist günstiger und übersichtlicher als zwei getrennte Versicherungen und deckt alle Lebensbereiche ab. Heutzutage ist bei den meisten Versicherern der Berufsrechtsschutz im Privatrechtsschutz-Baustein enthalten. Konkrete Beispiele aus dem Schul- und Referendariatsalltag - Eltern legen Widerspruch gegen eine Note ein und fordern rechtliche Schritte - Negative Beurteilung im Referendariat, die angefochten werden soll - Konflikt mit der Schulleitung über dienstliche Pflichten oder Unterrichtsgestaltung - Behördliche Entscheidung des Bundeslandes, z. B. Versetzung oder Verlängerung des Referendariats - Privater Mietstreit während des Referendariats am Ausbildungsort In all diesen Fällen übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Kosten und gibt dir rechtliche Rückendeckung. Fazit Eine Privat- und Berufsrechtsschutzversicherung ist für Lehramtsstudierende spätestens ab Beginn des Referendariats unverzichtbar. Sie schützt dich vor hohen Kosten bei rechtlichen Auseinandersetzungen, sichert entscheidende Phasen deiner Ausbildung ab und ermöglicht es dir, deine Rechte konsequent wahrzunehmen. Wer früh vorsorgt, kann sich im Schulalltag auf Unterricht und Ausbildung konzentrieren – ohne rechtliches und finanzielles Risiko.
Keine Verbeamtung nach dem Ref?
Was zu tun ist...
Nicht jede Lehrkraft wird direkt nach dem Referendariat verbeamtet. Häufig erfolgt der Berufseinstieg zunächst als angestellte Lehrkraft, bis eine Planstelle frei wird. Das ist kein Nachteil wenn du die richtigen Entscheidungen triffst. Denn in dieser Phase können sich schnell Versorgungslücken oder unnötige Nachteile ergeben.
Die folgenden Punkte solltest du in dieser Situation beachten.
1. Krankenversicherung richtig umstellen und den Schutz anpassen
Warst du im Referendariat privat krankenversichert, dann bist du danach als angestellte Lehrkraft in der Regel dazu verpflichtet in die gesetzliche Krankenversicherung zurückzuwechseln.
Folgende Schritte solltest du danach beachten: 1) Umstellung deiner privaten Krankenversicherung zurück in eine Anwartschaft, damit dein Gesundheitszustand weiterhin eingefroren bleibt. Dies ist wichtig, damit du bei einer späteren Verbeamtung auf Probe nachher wieder ohne gesundheitliche Hürden in die private Krankenversicherung zurück kannst.
2) Wahl deiner gesetzlichen Krankenversicherung: suche dir eine passende gesetzliche Krankenversicherung aus. Dabei ist es sinnvoll auf den Beitrag und auf die Zusatzleistungen (Zuschuss professionelle Zahnreinigung etc.) zu achten, damit du in der GKV weiterhin bestmöglich versichert bist. 3) Ergänzung von Zusatztarifen (Zahnzusatz, stationärer Zusatz, etc.): zeichnet sich ein längerer Verbleib in der gesetzlichen Krankenversicherung ab, so kann es eine sinnvolle Ergänzung sein Zuätze abzuschließen, da das Niveau der gesetzlichen Krankenversicherungen in spezifischen Fällen (vor allem Zahnbereich) nicht alles abdeckt.
4) Zeichnet sich eine längere Arbeitslosigkeit ab, solltest du Bürgergeld beantragen. So werden deine Krankenversicherungsbeiträge vom Staat für die Phase der Arbeitslosigkeit übernommen.

2. Absicherungshöhe deiner Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) anpassen
Die BU ist für Lehrkräfte ein zentrales Absicherungsinstrument. Mit dem Wechsel vom Beamtenstatus in ein Angestelltenverhältnis verschlechtert sich dein Absicherungsniveau über die gesetzlichen Leistungen. Der entscheidende Punkt: du hast keinen Anspruch mehr auf die Mindestpension, wenn du nicht mehr arbeiten kannst, sondern landest in solch einem Fall nur noch auf dem Bürgergeld Niveau. Dadurch steigt dein Absicherungsbedarf deutlich an. Unsere Empfehlung ist daher, mindestens eine monatliche BU‒Rentenhöhe von 2.000€ zu haben.
3. Diensthaftpflichtversicherung unbedingt behalten
Auch als angestellte Lehrkraft trägst du volle Verantwortung im Schulalltag und hast das Risiko, dass du im Zweifelsfall für verursachte Schäden mit deinem Privatvermögen haften musst, wenn der Dienstherr dich in Regress nimmt. Daher solltest du als angestellte Lehrkraft deine Diensthaftpflichtversicherung auf jeden Fall beibehalten. Eine Umstellung ist dabei nicht notwendig, da die Absicherung automatisch sowohl für Beamte als auch angestellte Lehrkräfte gilt.
Trotz Pensionsansprüche: warum du auf jeden Fall selber vorsorgen solltest!
Viele Menschen entscheiden sich für ein Lehramtsstudium auch wegen der vermeintlichen Sicherheit: ein krisenfester Job, ein verlässliches Einkommen und am Ende eine staatliche Pension. Gerade für verbeamtete Lehrkräfte gilt die Altersversorgung bis heute als einer der größten Vorteile des Berufs. Doch dieser Eindruck trügt. Wer sich ausschließlich auf die Pension verlässt, riskiert im Alter finanzielle Einschränkungen. Ein Blick in die Geschichte, die Gegenwart und die absehbare Zukunft zeigt deutlich, warum private Vorsorge für Lehrkräfte kein „Nice-to-have“, sondern eine Notwendigkeit ist.
Wie sicher war die Pension für Lehrer früher wirklich?
Das deutsche Pensionssystem für Beamte – und damit auch für Lehrer – entstand in einer Zeit, in der der Staat deutlich andere Voraussetzungen hatte als heute. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war der Beamtenstatus bewusst als lebenslange Absicherung gedacht. Lehrer sollten dem Staat loyal dienen und im Gegenzug bis ins hohe Alter versorgt werden. Bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts galten dabei äußerst großzügige Regelungen. Wer verbeamtet war, konnte häufig bereits mit 63 oder sogar früher ohne größere Abschläge in den Ruhestand gehen. Die maximale Pension lag bei rund 75 % der letzten ruhegehaltfähigen Bezüge, teilweise sogar darüber, wenn bestimmte Zulagen berücksichtigt wurden. Schon nach etwa 35 Dienstjahren war es möglich, nahezu die volle Versorgung zu erreichen. Teilzeit, längere Unterbrechungen oder späte Verbeamtungen waren eher die Ausnahme. Diese Zahlen sind entscheidend: Das Pensionssystem wurde in einer Zeit entworfen, in der es viele junge Beitragszahler, wenige Pensionäre und stabile Staatsfinanzen gab. Die hohe Pension war damals finanzierbar – und politisch gewollt.
Was sich geändert hat und warum das System heute unter Druck steht
Heute sehen die Rahmenbedingungen völlig anders aus. Die Lebenserwartung ist stark gestiegen, während immer weniger Erwerbstätige für immer mehr Ruheständler aufkommen müssen. Gleichzeitig gehen in den kommenden Jahren besonders viele Lehrerinnen und Lehrer aus den geburtenstarken Jahrgängen in den Ruhestand. Die Konsequenz: Die Versorgung wurde schrittweise gekürzt. Das gesetzliche Pensionsniveau für Beamte liegt heute bei maximal 71,75 % – und auch dieser Wert wird nur erreicht, wenn tatsächlich rund 40 ruhegehaltfähige Dienstjahrezusammenkommen. Wer später verbeamtet wird, in Teilzeit arbeitet, Elternzeiten nimmt oder vorzeitig ausscheidet, landet deutlich darunter. In der Praxis erreichen viele Lehrkräfte eher 50–60 % ihrer letzten Bezüge. Hinzu kommt, dass Pensionen vollständig aus den laufenden Haushalten von Bund und Ländern gezahlt werden. Anders als in der gesetzlichen Rentenversicherung existiert kein flächendeckend kapitalgedeckter Topf. Steigende Ausgaben treffen damit direkt auf ohnehin angespannte Haushalte – ein strukturelles Problem, das politisch längst bekannt ist.
Warum der Pensionsanspruch kein „sicherer Hafen“ ist
Der größte Irrtum besteht darin zu glauben, die Pension sei garantiert und unveränderlich. Tatsächlich hängt sie vollständig von politischen Entscheidungen ab. Bereits in der Vergangenheit wurden Berechnungsgrundlagen angepasst, Eintrittsalter erhöht und Höchstsätze abgesenkt. Weitere Reformen sind nicht ausgeschlossen – im Gegenteil: Sie gelten angesichts der demografischen Entwicklung als wahrscheinlich. Ein weiteres Risiko liegt in der Kaufkraft. Auch wenn Pensionen grundsätzlich angepasst werden, halten sie nicht automatisch mit steigenden Lebenshaltungskosten Schritt. Gerade Ausgaben im Alter – Wohnen, Gesundheit, Pflege, Mobilität – entwickeln sich oft stärker als die allgemeinen Besoldungsanpassungen. Wer seinen Lebensstandard halten möchte, braucht zusätzliche finanzielle Spielräume. Außerdem ist die Pension unflexibel. Sie bietet kaum Möglichkeiten, früher in den Ruhestand zu gehen, größere Einmalbeträge zu entnehmen oder individuelle Lebensentwürfe zu finanzieren. Wer allein auf den Staat setzt, gibt einen großen Teil der Kontrolle über seine finanzielle Zukunft ab.
Warum private Vorsorge für Lehrkräfte unverzichtbar ist
Private Altersvorsorge bedeutet nicht, die Pension zu ersetzen – sondern sie sinnvoll zu ergänzen. Sie schafft Unabhängigkeit, Flexibilität und Sicherheit. Besonders wichtig ist sie, um typische Versorgungslücken auszugleichen, die im Lehrberuf häufig entstehen: Teilzeitphasen, längere Ausbildungszeiten, Referendariat, Elternzeit oder ein späterer Berufseinstieg. Ein entscheidender Faktor ist dabei der Zeitpunkt. Wer früh beginnt, profitiert vom Zinseszinseffekt. Kleine, regelmäßige Beträge können über Jahrzehnte ein erhebliches Vermögen aufbauen. Wartet man hingegen bis zur Verbeamtung oder zur Lebensmitte, muss man deutlich höhere Summen investieren, um das gleiche Ergebnis zu erzielen. Private Vorsorge bietet außerdem Freiheit: Sie ermöglicht es, selbst zu entscheiden, wann und wie Kapital genutzt wird – sei es für einen früheren Ruhestand, eine längere Auszeit, eine Immobilie oder als finanzielles Polster für unvorhergesehene Ereignisse. Und sie reduziert die Abhängigkeit von politischen Entscheidungen, auf die man selbst keinen Einfluss hat.
Fazit: Sicherheit entsteht durch Kombination, nicht durch Vertrauen
Die staatliche Pension bleibt ein wichtiger Grundpfeiler der Altersversorgung im Lehramt. Aber sie ist kein Garant für Wohlstand und keine verlässliche alleinige Lösung mehr. Historisch großzügige Regelungen wurden bereits zurückgefahren, und zukünftige Anpassungen sind sehr wahrscheinlich. Wer heute Lehramt studiert oder ins Referendariat startet, sollte die Pension realistisch einordnen: als Basis – nicht als vollständige Absicherung. Echte finanzielle Sicherheit entsteht erst durch die Kombination aus staatlicher Versorgung und eigener, frühzeitig begonnener privater Vorsorge. Gerade im Lehrberuf gilt deshalb mehr denn je: Verantwortung für Bildung heißt auch Verantwortung für die eigene Zukunft.
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